Deutsche helfen in Argentinien

Wir leben in Argentinien. Oder haben dort einige Zeit verbracht. Wir lieben das Land und seine Bewohner. Deshalb wollen wir da helfen, wo am meisten Hilfe gebraucht wird. Auch wenn Argentinien ein reiches Land zu sein scheint, das seine Bewohner bestens ernähren könnte, gibt es Armut, Hunger und Not. Unter den Versäumnissen der Politiker, der Ungleichheit in der Verteilung der Einkommen, der ausufernden Kriminalität mitsamt der Drogengefahr und vielen anderen Misshelligkeiten leiden vor allem die Kinder.
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Im Großraum der Hauptstadt Buenos Aires konzentriert sich die Armut in den „Villas miseria“. Wir unterstützen vor allem eine Sozialstation, die in einem dieser berüchtigten Quartiere entstanden ist: die „Guardería Buena Voluntad“ (Hort Guter Wille) in der „Villa 15“, die auch „Ciudad Oculta“ (Verborgene Stadt) heißt. Der Förderverein, über den wir unsere Hilfe organisieren, ist von den deutschen Behörden als gemeinnütziger eingetragener Verein anerkannt worden. Der Name unseres Vereins lehnt sich an die Partner-Institution an, mit der wir vor Ort zusammenarbeiten. Sitz des Vereins ist Frankfurt am Main. Die Eintragung in das Vereinsregister ist am 11. Januar 2010 erfolgt. Inzwischen haben wir vom Finanzamt die Berechtigung erhalten, Spendenquittungen auszustellen. Das Vereinskonto bei der Frankfurter Sparkasse hat die Nummer 200430157, BLZ 500 502 01.

Die ersten drei Jahre der Existenz des Vereins waren sehr erfolgreich. Wir haben den Ausbau des neuen Bibliotheks- und Computerraumes nach Kräften gefördert. Um die Jahreswende wurde von den 2010 eingegangenen Spenden der Großteil der Bücher angeschafft, die nach dem Rat von Lehrkräften den Grundstock der Bibliothek darstellen sollen. Auch die Computer und das nötige Zubehör werden von uns erworben. Inzwischen sind die Räumlichkeiten mit einer Alarmanlage ausgestattet worden, um Diebstahl vorzubeugen. Wegen der Inflation, die Argentinien heimsucht, wird es immer schwieriger, vor allem Nahrungsmittel zu günstigen Preisen zu erwerben. Wir haben deshalb dank einer großzügigen Zuwendung der Haubenstock-Stiftung damit begonnen, jeden Monat Lebensmittel, die in der Küche gebraucht werden und die den Speisezettel aufbessern, zuzukaufen.
Das Finanzamt Frankfurt am Main hat dem Verein die Gemeinnützigkeit zuerkannt und bestätigt, dass er sich für die

Förderung der Jugendhilfe, der Erziehung, der Volks- und Berufsbildung sowie der Studentenhilfe

einsetzt.
Wir sind keine Vereinsmeier. Es gibt praktisch keinerlei bürokratischen Aufwand, da wir im direkten Kontakt mit den Bedürftigen vor Ort Hilfe leisten. Als Verein können wir gezielt helfen und sind vor allem für Partnerorganisationen ein „greifbarer“ Ansprechpartner.
Nähere Auskünfte zu unseren jüngsten Aktivitäten stehen auf der Seite Bilanz 2011.
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Während früherer Jahre haben wir die Hilfe ohne feste Organisationsstruktur geleistet. Wir trafen immer wieder auf großes Interesse für unsere Arbeit, vor allem bei einer überraschend großen Zahl junger Menschen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die zwischen Studium und Beruf eine Herausforderung in der Sozialarbeit suchten und die - zum Teil mit Fachkenntnissen in Pädagogik, Medizin und Sozialarbeit - die Kinder betreut haben. Mit der Gründung unseres Fördervereins nach deutschem Recht ist es uns gelungen, die uns bisher schon von vielen Freunden in Europa zugedachten Hilfsleistungen besser organisieren und auszubauen zu können und uns auch neue Unterstützerkreise zu erschließen.

Wer sind wir? Wie ist unser Sozialprojekt in Argentinien entstanden? Was ist die „Verborgene Stadt“? Wie sieht unsere Hilfe aus? Was sind die Ziele unserer Initiative? Antworten auf diese Fragen bieten diese Webseiten. Über die Vor- und Frühgeschichte des Vereins informiert unser früherer Internetauftritt, der in Teilen als pdf-Download bereitsteht.

Wir danken allen, die Interesse an unserer Arbeit haben, für Ihr Vertrauen. Für jede Art von Unterstützung unserer Initiative sind wir dankbar.

LA BUENA VOLUNTAD. DER GUTE WILLE e.V.
Frankfurt am Main und Buenos Aires, im Mai 2012
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Der Vorsitzende Uwe Grabst besuchte Mitte Oktober 2011 anlässlich einer Argentinienreise den Kinderhort in der Villa15. Obwohl die Not noch immer sehr groß ist und vor allem angesichts der Inflation, die von der Regierung nur unzureichend bekämpft wird, immer neue Probleme entstehen, konnte er beobachten, dass einige Verbesserungen eingetreten sind, so im Bereich der Kinderbetreuung und der Urbanisierung des Viertels. Zum großenTeil ist dies den Spenden aus Deutschland zu verdanken. Schweren Herzen verabschiedete sich Uwe Grabst von Frau Cielo und den Einwohnern des Armenviertels, die seine Freunde geworden sind. Er weiß aber, dass er schon bald wieder nach Argentinien reisen und den Hort von neuem besuchen wird. Das Foto zeigt Uwe Grabst, Frau Cielo und die zweite Vorsitzende Sieglinde Oehrlein, die die Betreuungsarbeit vor Ort leistet, vor einem Plakat, das Kinderhände aus dem Hort gestaltet haben.